FAQ Teleoperiertes Fahren

Allgemein

  • Teleoperation – auch „Fernlenken“ genannt – bezeichnet die Steuerung eines Fahrzeugs durch eine Person, die sich nicht im Fahrzeug, sondern an einem entfernten, stationären Fahrstand befindet.

    So funktioniert‘s:

    • Ein sogenannter Remote Driver (Teleoperator*in) übernimmt die vollständige Kontrolle über das Fahrzeug und steuert es aktiv aus der Ferne.

    • Über hochauflösende Kamerasysteme wird das Umfeld des Fahrzeugs in Echtzeit an den Remote Driver übertragen.

    • Mithilfe moderner Mobilfunktechnologie werden die Steuerbefehle sicher und ohne Verzögerungen an das Fahrzeug gesendet.

    Der Remote Driver kann so das Fahrzeug sicher und präzise lenken, obwohl er sich nicht direkt vor Ort befindet. Als Back-up befindet sich eine Sicherheitsfahrperson (Safety Driver) im Fahrzeug, die in außergewöhnlichen Situationen eingreifen, den Remote Driver unterstützen und die Steuerung übernehmen kann.

  • Beim teleoperierten Shuttle-Testbetrieb handelt es sich um eine zeitlich begrenzte Phase, in der ein teleoperiertes Fahrzeug unter realen Verkehrsbedingungen in einem definierten Betriebsbereich und Anwendungsfall erprobt wird. Interessierte haben im Rahmen des Testbetriebs die Möglichkeit, als Testnutzerinnen und -nutzer mit dem Shuttle mitzufahren.

  • Der Testbetrieb startet am 13. Juli 2026 und endet am 28. August 2026.

  • Das teleoperierte Shuttle verkehrt am Flughafen Düsseldorf zwischen dem Flughafen Bahnhof (EUREF-Campus) und dem Flughafen Terminal B/C (Abflug) – und zwar in beide Richtungen.

    Die Strecke umfasst 5 Haltepunkte: D-Flughafen Bf. (Ersatzhaltestelle) • D-Mündelheimer Weg • D-Lichtenbroich Quartier (n) • D-Flughafen, Halle 7 • Flughafen Terminal B/C (Abflug)

  • Das Shuttle fährt montags bis freitags in zwei Zeitfenstern: 10:00–12:00 Uhr und 13:00–15:00 Uhr. Einen festen Fahrplan mit genauen Abfahrtszeiten oder einer regelmäßigen Taktung gibt es aufgrund des Testbetriebs nicht. Zur Orientierung: Ein Turnus kann bis zu 30–40 Minuten dauern.

  • Das Shuttle wird von qualifiziertem Fahrpersonal der Rheinbahn AG und ergänzend der Mira GmbH gefahren (ferngesteuert). Zusätzlich ist im Fahrzeug eine geschulte Person (Safety Driver) anwesend, die bei Bedarf jederzeit eingreifen kann. Während der Fahrt übernimmt sie normalerweise keine aktiven Fahraufgaben.

  • Die Shuttle-Fahrt ist kostenlos.

  • Als Shuttle-Fahrzeuge werden zwei voll-elektrische Mercedes Benz eVito eingesetzt. Die Fahrzeuge sind durch ihre auffällige äußere Gestaltung leicht zu erkennen.

  • Alle, die grundsätzlich in der Lage sind ohne fremde Hilfe in ein Fahrzeug ein- und auszusteigen und eine gewöhnliche Autofahrt körperlich gut verkraften, können das teleoperierte Shuttle nutzen. Voraussetzung ist, dass kein spezielles zusätzliches Equipment für die Mitfahrt benötigt wird. Für Kinder stehen Sitzerhöhungen (ab 126 cm Körpergröße) zur Verfügung. Babys und Kleinkinder können nicht mitfahren, da die erforderlichen, altersgerechten Rückhaltesysteme wie Babyschalen oder spezielle Kindersitze im Fahrzeug nicht vorhanden sind.

  • Für die Teilnahme am Testbetrieb des teleoperierten Shuttles solltet Ihr etwas Zeit und Flexibilität einplanen. Die Abfahrtszeiten sind nicht exakt planbar. Das Shuttle fährt innerhalb bestimmter Zeitfenster (Montag bis Freitag, 10:00–12:00 Uhr und 13:00–15:00 Uhr), aber ohne festen Fahrplan oder Taktung. Ein kompletter Fahrturnus kann bis zu 30-40 Minuten dauern, je nachdem wie viele Zwischenstopps gemacht werden und wie die Verkehrsbedingungen sind. Bringt daher am besten etwas Zeit mit – der Testbetrieb ist vor allem dazu gedacht, eine neue Fahrtechnologie auszuprobieren. Wenn Ihr möglichst schnell ans Ziel kommen möchtet, empfiehlt sich das reguläre Angebot der Rheinbahn.

  • Nach oder während der Fahrt habt Ihr die Möglichkeit, ein paar Fragen zu beantworten. In den Fahrzeugen sowie an den Haltepunkten (Aushang) findet Ihr einen QR-Code, der Euch zu einer Online-Befragung (max. 5 Minuten) führt. 

Buchung & Fahrt

  • Eine Buchung ist nicht erforderlich. Steigt einfach an einem der Haltepunkte entlang der Route ins Shuttle ein und fahrt kostenlos mit. Voraussetzung ist lediglich, dass Ihr die Bedingungen zur Mitfahrt vor Ort im Fahrzeug kurz schriftlich akzeptiert. 

  • Entlang der Route gibt es je Richtung 5 festgelegte Haltepunkte, an denen ausgestiegen werden kann:  

    D-Flughafen Bf. (Ersatzhaltestelle) • D-Mündelheimer Weg • D-Lichtenbroich Quartier (n) • D-Flughafen, Halle 7 • Flughafen Terminal B/C (Abflug) 

    Die Haltepunkte befinden sich an den Haltestellen der Rheinbahn AG (Ausnahme D-Flughafen Term. Abflug B/C) und sind entsprechend mit einem Hinweisschild gekennzeichnet (Ausnahme: D-Flughafen Term. Abflug B/C).

  • Um mitzuteilen, wo Ihr aussteigen möchtet, gebt einfach der Sicherheitsfahrperson im Fahrzeug Bescheid – entweder an welchem Haltepunkt Ihr aussteigen möchtet oder ob Ihr den gesamten Umlauf mitfahren möchtet.  

    Die Haltepunkte sind: 

    D-Flughafen Bf. (Ersatzhaltestelle) • D-Mündelheimer Weg • D-Lichtenbroich Quartier (n) • D-Flughafen, Halle 7 • Flughafen Terminal B/C (Abflug) 

  • Einen festen Fahrplan mit genauen Abfahrtszeiten oder einer regelmäßigen Taktung gibt es nicht. Zur Orientierung: Ein Turnus kann bis zu 30-40 Minuten dauern. 

  • Beim Shuttle-Betrieb handelt es sich um einen Testbetrieb, daher ist es leider nicht möglich, eine maximale Wartezeit oder eine genaue Abfahrtzeit an einem Haltepunkt zu benennen. Zur Orientierung: ein Turnus kann bis zu 30-40 Minuten dauern.  

  • Nein, eine Sitzplatzreservierung ist nicht möglich. Das Shuttle fährt innerhalb bestimmter Zeitfenster, jedoch ohne einen festen Fahrplan oder eine genaue Taktung. Dadurch ist eine Vorabreservierung schwierig – es gilt das Prinzip „First come, first served“.

  • Die Anzahl der Mitfahrenden ist variabel. Die maximale Kapazität beträgt 4 Personen pro Fahrzeug. 

  • Nein, das ist nicht möglich. Das Shuttle folgt einem festen Streckenverlauf. Der Ein- und Ausstieg ist nur an den festgelegten Haltepunkten entlang der Route möglich. 

  • Bei widrigen Wetterverhältnissen, zum Beispiel starkem Regen, oder außergewöhnlichen Verkehrsbedingungen (Staus, Sperrungen, Umleitungen) kann der Shuttle-Betrieb ohne vorherige Ankündigung vorübergehend eingestellt werden. 

  • Die entsprechenden Hinweise erhaltet Ihr auf der Landing Page oder von Mitarbeitenden vor Ort am EUREF-Campus (Haltepunkt Flughafen Bf.) 

  • Achtet bitte darauf, dass Eure Unterhaltungen die Sicherheitsfahrperson im Fahrzeug nicht ablenken oder die Kommunikation mit dem*der Teleoperator*in stören. 

    Verzichtet bitte auf ausgiebige Gespräche mit der Sicherheitsfahrperson. Ihr könnt Ihr selbstverständlich mitteilen, wo Ihr aussteigen möchtet oder wenn Ihr Hilfe benötigt. 

    Befolgt während der gesamten Fahrt und besonders in außergewöhnlichen Situationen (z. B. nach einer Vollbremsung) stets die Hinweise und Anweisungen der Sicherheitsfahrperson. 

  • Nein, aus Rücksicht auf weitere Mitfahrende und damit das Shuttle sauber bleibt, ist das Mitbringen und der Verzehr von Speisen und Getränken in den Fahrzeugen nicht erlaubt. 

  • Im Shuttle kann jeweils ein Rucksack oder ein Handgepäckstück pro Person mitgenommen werden. Wenn ausreichend Platz vorhanden ist, kann auch ein weiteres Gepäckstück transportiert werden – dies entscheidet das Fahrpersonal im Einzelfall. Eine Mitnahmegarantie gibt es nicht. 

    Größere Gepäckstücke sowie Rollstühle, Elektroscooter, Fahrräder (auch klappbar), Kinderwagen, Buggys für Kinder oder Sperrgut können aufgrund der Bauart, technischen Anpassung und dem daraus begrenzten Platz im Fahrzeug leider nicht befördert werden.

  • Die Mitnahme von Tieren ist aus Rücksicht auf Mitfahrende nicht gestattet.  

  • Jedes Fahrzeug verfügt über zwei Sitzerhöhungen für Kinder, die bei Bedarf genutzt werden können. Für die Nutzung einer Sitzerhöhung muss das Kind mindestens 126 cm groß sein. Eine Mitfahrt ohne Sitzerhöhung ist ab einer Körpergröße von 151 cm möglich. 

  • Nein, die eingesetzten Erprobungsfahrzeuge sind nicht barrierefrei. Es sind für den Teleoperationsbetrieb umgerüstete Serienfahrzeuge, die über keine besonderen barrierefreien Ausstattungen oder Anpassungen für mobilitätseingeschränkte Personen verfügen.