130 Jahre

Unsere Unternehmensgeschichte

Historisches Foto der Linie 6

130 Jahre Rheinbahn

Wir haben viel bewegt.

Unsere Chronik

Hier haben wir für Euch die wichtigsten Meilensteine aus 130 Jahren Unternehmensgeschichte zusammengestellt – von der Gründung über den Stadtbahnausbau bis hin zu Digitalisierung, Verkehrswende und neuen Mobilitätsangeboten.

Über die horizontalen Balken könnt Ihr Euch bei jeder Epoche ganz einfach durch die Slides und die entsprechenden Ereignisse klicken.

1896 bis 1913
Gründung und Aufbruch

Die ersten Jahre sind geprägt von technischem Fortschritt, schnellem Netzausbau und dem Ziel, Düsseldorf mit dem linksrheinischen Raum und der Region zu verbinden.

Alte Bahn

Slideshow für die Geschichte der Rheinbahn

  • 1896 – Gründung der Rheinischen Bahngesellschaft
    Am 25. März wird die Rheinbahn gegründet. Vier Industrielle gründen die Rheinische Bahngesellschaft. Ihr Ziel ist die wirtschaftliche Entwicklung Düsseldorfs und der Region. Die ersten Projekte der Gesellschaft sind: Der Aufkauf landwirtschaftlicher Flächen im Linksrheinischen und die Entwicklung neuer Industrie-, Gewerbe- und Wohngebiete; der Bau einer ersten „festen“ Rheinbrücke; die Verbindung der Städte Düsseldorf und Krefeld durch eine moderne Schnellbahn.

  • 1898 – Oberkasseler Brücke und elektrische Schnellbahn
    Mit der Fertigstellung Oberkasseler Brücke, die die Rheinbahn finanziert und gebaut hatte, geht auch die erste elektrische Schnellbahn Europas zwischen Düsseldorf und Krefeld in Betrieb. Zwei Fähren verbinden die Altstadt und Oberkassel.

  • 1900 – Ende der Pferdebahn
    Die letzten Pferdebahnstrecken der städtischen Straßenbahn in Düsseldorf werden elektrifiziert – ein entscheidender Modernisierungsschritt für den öffentlichen Verkehr.

  • 1901 – Betriebskrankenkasse und Werkswohnungen
    Früh investiert die Rheinbahn auch in soziale Infrastruktur: Mitarbeiter profitieren von einer Betriebskrankenkasse und ersten Werkswohnungen.

1914 bis 1929
Krieg und Neuordnung

Kriegsjahre, politische Umbrüche und wirtschaftliche Krisen prägen die Entwicklung – gleichzeitig wird die Rheinbahn zum zentralen Verkehrsanbieter der Stadt.

GeSoLei-Linie

  • 1914 bis 1918 – Erster Weltkrieg
    Straßenbahnwagen werden zu Lazarettwagen umgebaut und für Verwundetentransporte eingesetzt.

  • 1922/1924 – Übernahme der städtischen Straßenbahn und erste Busse
    Die Rheinbahn übernimmt den städtischen Verkehrsbetrieb wird zum zentralen Verkehrsunternehmen der Stadt Düsseldorf und der Region. Kurze Zeit später, ab 1924, fahren die ersten Omnibusse der Rheinbahn. Das Netz reicht von Roermond und Sittard an der niederländischen Grenze bis nach Essen und ins Bergische Land bis nach Remscheid.

  • 1923 – Hyperinflation
    Die wirtschaftliche Krise trifft auch den Nahverkehr: Fahrpreise steigen rasant, der Betrieb bleibt dennoch aufrechterhalten.

  • 1924 – „Das Rad“ und Speisewagen
    Mit der Mitarbeiterzeitschrift „Das Rad“ und Speisewagen auf der Strecke nach Krefeld setzt die Rheinbahn neue Akzente in interner Kommunikation und Service.

  • 1926 – GeSoLei in Düsseldorf
    Die Rheinbahn übernimmt eine zentrale Rolle im Verkehrskonzept der Großausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen (GeSoLei) und präsentiert sich als modernes Verkehrsunternehmen. Auf dem Ausstellungsgelände zwischen der Oberkasseler Brücke und Golzheim betreibt sie eine Liliputbahn. Mit neuen Ausflugsschiffen zeigt die Rheinbahn den Besucherinnen und Besucher Düsseldorf vom Rhein aus.

  • 1926/1927 – Mitwirkung an Gründung der Lufthansa und des Flughafens Düsseldorf
    Die „Luft-Hansa“ wird aus mehreren kleinen Luftfahrtgesellschaften unter Mitwirkung des Rheinbahn-Generaldirektors Max Schwab, als Leiter einer Fusionskommision, gegründet. Die Rheinbahn ist Teil der neu gegründeten Flughafenbetriebsgesellschaft und organisiert den Zubringerverkehr zum Flugfeld in Lohausen. 



  • 1929 – Bau der Südbrücke Düsseldorf – Neuss
    Mit der Südbrücke entsteht eine zweite wichtige Rheinquerung zwischen Düsseldorf und Neuss – und die Rheinbahn ist maßgeblich an Planung und Umsetzung beteiligt. Mit der finanziellen Beteiligung der Rheinbahn entsteht mit der Südbrücke eine zweite wichtige Rheinquerung zwischen Düsseldorf und Neuss.


1930 bis 1945

Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg

Diese Zeit stellt die Rheinbahn vor große Herausforderungen. Politische Einflussnahme, gesellschaftliche Ausgrenzung und massive Zerstörungen prägen den Unternehmensalltag.

Zerstörte Straßenbahn im Zweiten Weltkrieg

  • 1933 – Machtübernahme und Gleichschaltung
    Mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler beginnt auch bei der Rheinbahn eine Phase politischer Gleichschaltung und personeller Veränderungen in der Unternehmensführung.

  • 1937 – Großveranstaltung „Schaffendes Volk“
    Die Rheinbahn übernimmt umfangreiche Verkehrsleistungen für die nationalsozialistische Propaganda-Ausstellung im heutigen Nordpark. Die Besucherinnen und Besucher können wieder mit der Liliputbahn der Rheinbahn das Ausstellungsgelände erkunden.

  • 1937 – Netzerweiterung in den Kreis Mettmann
    Mit der Übernahme der Kreis Mettmanner Straßenbahnen wird die Rheinbahn Verkehrsträger im Kreis Mettmann.

  • 1939 – Beginn des Zweiten Weltkriegs
    Mit Kriegsbeginn verändert sich der Betrieb grundlegend: Personal wird eingezogen, Ressourcen werden knapp, der Verkehr bleibt jedoch als kriegswichtige Infrastruktur bestehen.

  • 1941 bis 1942 – Personalmangel und Zwangsarbeit
    Der zunehmende Personalmangel führt zum verstärkten Einsatz von Frauen sowie von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen im Betrieb. 

  • 1943 – Schwere Luftangriffe auf Düsseldorf
    Großangriffe verursachen massive Schäden an Infrastruktur und Fahrzeugen; der Betrieb kann nur noch eingeschränkt aufrechterhalten werden. 

  • 1945 – Stillstand und Neubeginn
    Kurz vor Kriegsende wird der Betrieb eingestellt. Trotz zerstörter Brücken und beschädigter Infrastruktur nimmt die Rheinbahn den Betrieb bereits nach wenigen Wochen wieder auf. Ihre Fährschiffe sind bis 1948 die einzige Verbindung zwischen den links- und rechtsrheinischen Stadtteilen.

1946 bis 1969

Wiederaufbau und Wirtschaftswunder

Jetzt beginnt eine Phase des Wiederaufbaus und des Aufschwungs. Technische Innovationen, steigende Fahrgastzahlen und der Ausbau von Infrastruktur prägen die Jahre des Wirtschaftswunders.

Worringer Platz 1968

  • 1951 – Moderne Großraumwagen
    Mit den sogenannten Sambawagen beginnt eine neue Fahrzeugära. Komfort und Technik verbessern sich spürbar.

  • 1957 – Neues Omnibusdepot
    Mit dem Bau eines neuen Omnibusdepots an der Eintrachtstraße setzt die Rheinbahn neue Maßstäbe: Die Anlage zählt zu den größten und modernsten Busdepots Europas. 

  • 1962 – Jan-Wellem-Platz wird zentraler Knotenpunkt
    Der ÖPNV in Düsseldorf erhält ein neues Zentrum.

  • 1967 – Automatische Entwerter
    Die Automatisierung verändert den Betrieb und leitet das Ende des klassischen Schaffnerbetriebs ein.

  • 1968 – Erste Straßenbahnfahrerinnen
    Frauen übernehmen nun auch Fahrdienste auf den Straßenbahn-Linien. In Kriegszeiten waren sie bereits als Schaffnerinnen im Einsatz.

1970 bis 1989
Stadtbahn und Verbundsystem

Die Rheinbahn reagiert auf die wachsende Autogesellschaft mit einem grundlegenden Systemwechsel: Stadtbahn, Tunnelbau und Verkehrsverbund prägen die Zukunft.

Düsseldorfer Deckel - Ausbau der Stadtbahn

  • 1970 – Strategische Zeitenwende
    Die Rheinbahn reagiert auf wachsenden Autoverkehr mit dem Ausbau des Stadtbahnsystems.

  • 1973 – Start des Stadtbahnbaus
    Mit dem ersten Rammschlag für den Tunnel beginnt der Bau der unterirdischen Stadtbahn-Abschnitte in der Düsseldorfer Innenstadt.

  • 1974 – Großversuch mit Elektrobussen
    Den weltweit ersten Linienverkehr mit batterieelektrischen Bussen nimmt die Rheinbahn im Süden Düsseldorfs auf. Die elektrische Energie wird in 7 Tonnen schweren Batterieanhängern mitgeführt.

  • 1978/1980 – VRR entsteht
    Mit der Unterzeichnung der Verträge und dem Start des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr beginnt eine neue Ära für Tarif und Vernetzung in der Region.

  • 1981 – Eröffnung des ersten Tunnelabschnitts

    Mit Inbetriebnahme des ersten Tunnelabschnitts zwischen dem Kennedydamm und dem Ratinger Tor beginnt das Zeitalter der Stadtbahn. Die 1,6 Kilometer lange Strecke bildet die Grundlage für den weiteren Ausbau des Stadtbahnnetzes. 

  • 1988 – Tunnel bis zum Hauptbahnhof
    Die unterirdische Innenstadtstrecke wird weiter ausgebaut und der Düsseldorfer Hauptbahnhof wird angebunden.

1990 bis 2016
Ausbau, Modernisierung, neue Angebote

Netzausbau, neue Fahrzeuge und große Infrastrukturprojekte prägen diese Phase – Höhepunkt ist die Wehrhahn-Linie als Jahrhundertprojekt.

Wehrhahnlinie - Bahnhof Graf-Adolf-Platz

  • 1993 – U75 verbindet Neuss, Düsseldorf und Eller
    Die Stadtbahn wächst weiter in die Region.

  • 1996 – Niederflurstraßenbahnen
    Der Einstieg in die Straßenbahnen wird komfortabler – vor allem für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste.

  • 2002 – Stadtbahn bis Wersten
    Neue Tunnelstationen und neue Streckenabschnitte erweitern das Netz deutlich.

  • 2005 – Aus Rheinischer Bahngesellschaft wird Rheinbahn AG
    Der heutige Unternehmensname wird offiziell.

  • 2008 – Baubeginn der Wehrhahn-Linie
    Das größte Infrastrukturprojekt der jüngeren Unternehmensgeschichte startet.

  • 2016 – Eröffnung der Wehrhahn-Linie
    Sechs neue U-Bahnhöfe, ein neues Netz und eine der größten Veränderungen im Düsseldorfer Nahverkehr seit Jahrzehnten.

2017 bis 2021
Transformation und neue Mobilität

Nach dem größten Infrastrukturprojekt rücken Organisation, Nachhaltigkeit und neue Angebotsformen in den Fokus – die Rheinbahn wird zum modernen Mobilitätsanbieter.

Metrobus

  • 2017 – Neues Rheinbahnhaus in Lierenfeld
    Die Verwaltung zieht an den neuen Standort auf dem Gelände des größten Betriebshofs. So rücken alle Unternehmensbereiche enger zusammen.

  • 2018 – MetroBus startet
    Mit dem Premiumprodukt MetroBus bietet die Rheinbahn schnelle Querverbindungen in Düsseldorf mit hoher Taktung.

  • 2019 – Emissionsarme Busflotte und Elektrobusse
    Die Rheinbahn setzt auf klimafreundliche Fahrzeuge mit alternativen Antrieben.

  • 2020 – Corona-Pandemie
    Trotz außergewöhnlicher Belastung hält die Rheinbahn den Betrieb aufrecht und setzt umfassende Schutzmaßnahmen um.

Seit 2023
Digitalisierung und Klimaschutz

Digitalisierung, neue Tarifsysteme und alternative Antriebe prägen die Gegenwart – die Rheinbahn entwickelt sich zum vernetzten Mobilitätsdienstleister.

flexy

  • 2023 – Deutschlandticket und flexy
    Mit dem Deutschlandticket und dem On-Demand-Angebot flexy setzt die Rheinbahn auf neue, flexible und digitale Mobilität.

  • 2025 – Elektromobilität im Busbereich
    Mit E-Bus-Port im Betriebshof Heerdt und einer neuen Fahrzeugstrategie wächst die emissionsfreie Flotte.

  • 2024 – RheinTakt
    Eine umfassende Verdichtung und Harmonisierung der Takte auf vielen Bus- und Bahnlinien strukturiert den Nahverkehr neu.

  • 2024 – UEFA EURO 2024
    Als Mobilitätspartner sorgt die Rheinbahn bei dem internationalen Großereignis für zusätzliche Verkehre und hohe Leistungsfähigkeit.

  • 2024 – Wasserstoffbusse
    Die Bestellung von Brennstoffzellenbussen markiert den nächsten Schritt in Richtung Dekarbonisierung.

  • 2025 – Autonomes Fahren im Test
    Pilotprojekte zeigen, wie automatisierte Mobilität künftig Teil des ÖPNV werden kann.

  • 2025 – CALO wird beschlossen
    Mit CALO wird der Weg zu bargeldlosem und papierlosem Ticketing vorbereitet.

Und so geht es weiter:

Digitalisierung, alternative Antriebe und neue Services prägen uns schon heute und werden auch in den kommenden Jahren im Fokus stehen.

Wir freuen uns darauf, auch zukünftig für gute Verbindungen zu sorgen und Euch zuverlässig von A nach B zu bringen. Lasst uns gemeinsam die Mobilitätswende gestalten!

Calo-Bus