Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln






1937: „Gebt mir fünf Jahre Zeit" – Die Ausstellung Schaffendes Volk

Jede Epoche scheint in Düsseldorf ihre eigene Selbstdarstellung am Rhein gehabt zu haben. Das Kaiserreich mit der Ausstellung von 1902, die Weimarer Republik mit der Ausstellung „Gesolei“ von 1926 und das Dritte Reich mit der Ausstellung „Schaffendes Volk“ von 1937.
 
Diese Ausstellung – vier Jahre nach der Machtergreifung – sollte der Welt die Kraft des Nationalsozialismus vor Augen führen. Am Rhein, auf dem Gelände des heutigen Nordparks, fand eine Ausstellung statt, die ohne Rücksicht auf technische Schwierigkeiten und unter Aufwendung enormer finanzieller Mittel die Leistungsfähigkeit der deutschen Industrie demonstrieren sollte.
 
Besondere Berücksichtigung fanden Ersatzstoffe, die nach Vorgabe des Vierjahresplanes ausländische Produkte ersetzen und damit das Deutsche Reich von Einfuhren weitgehend unabhängig machen sollten. Unter anderem produzierte ein komplettes Miniaturstahlwerk flüssigen Stahl, eine Drahtzieherei verarbeitete den Rohstoff, Schnellzuglokomotiven der Reichsbahn, Flugzeuge der Luftwaffe und andere große Objekte sind zu sehen. Insgesamt sprengt die Ausstellung alles bisher Gesehene. Ihre Wirkungen gingen über die Zeit des Dritten Reiches weit hinaus. Alte Düsseldorfer erinnern sich heute noch an die damals für sie unvorstellbaren Dinge, die es zu sehen gab.
 
In vielen Bereichen griffen die Initiatoren auf die Ausstellung von 1926 zurück. So betrieb die Rheinbahn wieder eine Kleinbahn durch die Ausstellung, gezogen von einer Schnellzuglokomotive im Maßstab 1:5. Über sieben Millionen Menschen kamen in diesem Sommer nach Düsseldorf und fünf Millionen fuhren mit der Rheinbahn Lilliputbahn
 
 Ok 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Sie Ihre Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren können.