Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln






1914: Ende der Euphorie – Erster Weltkrieg erschüttert Düsseldorf

Die Umsatz- und Beförderungsziffern der Rheinbahn entwickelten sich sehr gut, bis 1914 der Ausbruch des Ersten Weltkrieges dem ein vorläufiges Ende setzte und die gesamte Gesellschaft von Grund auf umschichten sollte.
 
Schon bald nach Kriegsbeginn stellte sich heraus, dass man auf einen Krieg in keiner Weise vorbereitet war. Hunger, Mangel an Arbeitskräften, Brennstoffen und Energie trafen die Bevölkerung in allen großen deutschen Städten des Deutschen Reiches hart. Die Rheinbahn als Spiegelbild der im Reich stattfindenden Ereignisse sah sich neuen Herausforderungen gegenüber. Ihr Gleisnetz durchzog die Stadt wie Adern. Sie erhielt Düsseldorf während der Kriegszeit am Leben. 
Die fortschreitende Ausweitung des Krieges verknappte den Kraftstoff. Der Transport von Brennstoffen und Nahrungsmitteln war auf der Straße nicht mehr gewährleistet. Menschen mussten "hamstern" oder stundenlang für Nahrungsmittel anstehen. Nicht jeder hatte die Zeit. Vor allem die Frauen, die an Stelle der Männer bei der Rheinbahn Schaffner- und Fahrerdienste übernehmen mussten, waren von dieser Möglichkeit des Nahrungserwerbs ausgeschlossen. Unruhe machte sich unter der Bevölkerung breit. Um die Not zu lindern, richtete die Stadt Düsseldorf Kriegsküchen ein, die sich in zwei Fällen auf Rheinbahngelände befanden. Hier konnte jeder für geringes Entgelt eine halbwegs sättigende Mahlzeit erwerben. Den Transport der Nahrungsmittel besorgte die Straßenbahn.
 
Zum Vormarsch des Hungers gesellte sich die Kälte. Merkwürdigerweise waren alle Winter des Ersten Weltkrieges besonders hart. Die Versorgung mit Kohlen stockte. Deswegen wurde im Jahre 1917 ein Anschluss an die Zeche Friedrich Heinrich in Kamp-Lintfort eingerichtet und umfangreiche Kohlenlieferungen für die Düsseldorfer Industrie übernommen.
 
Gegen Ende des Krieges ist der technische Zustand der Bahnen bedenklich. Der Mangel an Material und Handwerkern lässt eine regelmäßige Pflege nicht mehr zu. Um weitere Ausfälle zu vermeiden, werden eine Reihe von Haltestellen aufgehoben, um die Motoren der Wagen nicht durch allzu häufiges Anhalten zu strapazieren.
 
 Ok 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Sie Ihre Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren können.