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Liniennetzplan Düsseldorf barrierefrei

​In unserem schematischen Liniennetzplan für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste sind die stufenlos zugänglichen Haltestellen mit entsprechenden Symbolen gekennzeichnet.

Wir gestalten Zukunft – auch zu Ihrem Vorteil!

Tag für Tag sind wir für Sie unterwegs – und denken dabei immer auch an morgen.

Wir setzen auf innovative Lösungen:

Die Rheinbahn AG als Unternehmen der Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH stellt sich der Verantwortung für saubere Luft und wird in einem stufenweisen Vorgehen die heute im Wesentlichen mit Dieselmotoren betriebene Busflotte schrittweise elektrifizieren. Bereits seit 2014 betreibt die Rheinbahn zwei batterieelektrische Busse vom Typ Solaris Urbino 12e, die aktuell auf dem Betriebshof in Düsseldorf-Benrath stationiert sind und von dort aus eingesetzt werden. Demnächst werden 10 weitere Elektrobusse von dem spanischen Bushersteller Irizar vorhandene Dieselbusse ersetzen, sodass die Rheinbahn dann im Jahr 2020 mit insgesamt 12 Elektrobussen unterwegs ist.
 
Seit dem im Rahmen des Ordnungs- und Verkehrsausschuss (OVA – April 2017) gemeinsam gefassten Beschluss verfolgt die Rheinbahn eine stufenweise Umstellung auf emissionsfreie Busse. Aus dem darin gefassten Meilensteinplan resultieren die für Anfang 2020 geplanten Innovationslinien mit 10 batterieelektrischen Bussen. Dabei werden zuerst die zwei Düsseldorfer Innenstadtlinien (726 und 833) vollständig auf Elektrobusse umgestellt, um zur weiteren Verbesserung der Luftqualität im Innenstadtbereich beizutragen. Die beiden Linien sind unter anderem aufgrund ihrer vergleichsweise kurzen Linienumläufe ausgewählt worden, da die bestellten Elektrobusse als sogenannte „Depotlader“ eingesetzt werden und die dafür erforderlichen Reichweiten für einen Tageseinsatz auf diesen Strecken ausreichen.
Das bedeutet, dass die Aufladung der Fahrzeugbatterien nicht auf der Strecke erfolgt, sondern nach einem abgeschlossen Betriebseinsatz immer auf dem mit leistungsfähiger Ladeinfrastruktur erweiterten Betriebshof in Düsseldorf-Heerdt (Busdepot) durchgeführt wird. Die Linienauswahl und Stationierung der E-Busse auf dem Heerdter Betriebshof ist dabei auch von der vorhandenen elektrischen Anschlussleistung abhängig, da an diesem Standort noch genügend Leistungsreserven für einen kostengünstigen Anschluss von Ladeinfrastruktur vorhanden sind.

Für die nächste Stufe der Umstellung in 2021/22 sieht die Planung eine Beschaffung von Brennstoffzellenbussen vor, die dann auf weiteren Innovationslinien eingesetzt werden sollen. Hierbei sollen längere Linienumläufe erprobt werden und der Einsatz dieser Fahrzeuge unter dem Aspekt der Sektorenkopplung im Rahmen nachhaltiger Wasserstoffnutzung durchgeführt werden.
 
Die Umstellung auf emissionsfreie Antriebe im Busverkehr ist anspruchsvoll und zeitintensiv, da man die vorhandenen Dieselbusse nicht ohne zusätzlichen Aufwand, Anpassungen und Erweiterungen durch elektrisch angetriebene Busse wie z.B. batterieelektrische Depot- und Gelegenheitslader oder Brennstoffzellenbusse austauschen kann. Vielmehr geht es dabei um eine ganzheitliche Systemveränderung des Busbetriebs bei der neuartige Fahrzeugkonzepte beschafft, vorhandene Infrastrukturen (Busdepots, Werkstätten und ggf. Endstellen), Betriebs- und Einsatzkonzepte umgebaut und erweitert sowie Werkstatt- und Fahrpersonal geschult und langfristig auf die neuen Anforderungen qualifiziert werden müssen. Dazu arbeitet die Rheinbahn aktuell mit externen Experten an einer Studie für ein konkretes Umstellungskonzept auf emissionsfreie Antriebe nach 2023 und darüber hinaus. Diese Studie soll einen Handlungsleitfaden für die Technologieauswahl künftiger Fahrzeugsysteme unter möglichst wirtschaftlichen Randbedingungen für einen schrittweisen Wechsel zum emissionsfreien Busverkehr aufzeigen und ebnen. 

Wir denken voraus:

Wir beteiligen uns an Forschungsprojekten wie zum Beispiel am Projekt KoMoD, Kooperative Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf, das im Juli 2019 nach 25-monatiger Laufzeit zu Ende ging. Auf einer 20 Kilometer langen Teststrecke wurden neue Technologien der Fahrzeug-Infrastruktur-Vernetzung sowie des vernetzten und hochautomatisierten Fahrens implementiert und unter Realbedingungen getestet.
 
Unser Schwerpunkt war die Erprobung neuer Beschleunigungsverfahren und Kommunikationswege zwischen Bus und Ampelanlage. Bisher kommunizieren unsere Fahrzeuge über ein analoges Bake-Funk-System mit der Ampel. Sie senden bei der Vorbeifahrt an einem Lesegerät an der Strecke ein Signal an die Signalanlage, damit diese auf grün schaltet. Das funktioniert sehr gut.
 
Im Testfeld wollten wir herausfinden, welche von zwei neuen Varianten präziser ist, auch im Hinblick auf den kommenden Mobilfunkstandard 5G: wenn der Bus über Mobilfunk mit einem zentralen Server kommuniziert, der die Information an die Ampel weitergibt, oder wenn der Bus per WLAN direkt mit der Ampel in Kontakt steht. Hierfür wurden 16 Gelenkbusse mit der entsprechenden Technik ausgestattet. Die sogenannten On-Board-Units beinhalten auch eine Visualisierung der Ampelrückmeldungen. Diese zeigen dem Fahrer schon im Fahrzeug an, ob die nächste Ampel grün ist bzw. wann genau sie auf grün schalten wird. Das System zeigt ihm außerdem, wie schnell er fahren muss, damit keine unnötigen Stopps entstehen. So lassen sich Kraftstoffverbrauch und Lärmemissionen senken.
 
Es konnte festgestellt werden, dass bei optimalem GPS-Empfang sowohl WLAN als auch Mobilfunk etwa gleichwertige Ergebnisse gegenüber der analogen Technik lieferten. Die Visualisierung der Ampelrückmeldung gibt dem Fahrer eine wertvolle Unterstützung, um seine Fahrweise vorausschauend und kundenorientiert anzupassen. Beispielsweise kann so die Rotphase der folgenden Ampel noch an der Haltestelle verbracht werden, um noch herannahende Fahrgäste mitzunehmen. So profitieren gleichzeitig unsere Fahrgäste als auch die Fahrer von diesem System.  

Wir sorgen für freie Fahrt:

Je zügiger unsere Fahrzeuge durch den Verkehr kommen, desto pünktlicher und schneller können sie sein. Da wir uns die Straßen häufig mit dem Individualverkehr teilen müssen, bleiben wir jedoch manchmal hinter unserem Plan zurück. Die Straßen sind verstopft, die Verkehrsführung ist nicht optimal, alle behindern einander. Um unsere Busse und Bahnen unabhängiger von der Verkehrssituation auf der Straße zu machen, unternehmen wir eine Reihe von Maßnahmen. Dazu zählen eigene Fahrspuren und die bessere Schaltung von Ampeln. Gemeinsam mit der Stadt Düsseldorf rüsten wir die Ampelanlagen sukzessive um. Fast alle laufen zu Beginn noch mit einem Programm, das nach einem festen Takt die Rot- und Grünphasen schaltet. Erst wenn alle Teile der Anlage so funktionieren, wie sie sollen, wird die Funktion der sogenannten Verkehrsabhängigkeit dazu geschaltet. Die Anlage reagiert dann auf sich nähernde Busse und Bahnen, teilweise sogar auf den Pkw-Verkehr, und sorgt für die volle Beschleunigung des ÖPNV. Das bedeutet nicht, dass die Rheinbahn mit einer durchgehenden grünen Welle fährt. Aber die Rotphasen, etwa auf der Grafenberger Allee, sind minimiert oder stark verkürzt. Der Zeitgewinn für uns ist enorm und die Fahrgäste profitieren von höherer Zuverlässigkeit. Von 2015 bis 2019 wurden zur Beschleunigung unserer Busse und Bahnen etwa 160 der 400 Ampelanlagen, die von Rheinbahnfahrzeugen befahren werden, auf Vorrang für den ÖPNV umgerüstet.
 
Deutliche Beschleunigung und mehr Komfort für unsere Fahrgäste – das sind die Hauptziele unseres MetroBus-Konzepts. Die MetroBusse nutzen die bestehenden Strecken, stoppen jedoch nur an den wichtigsten Haltestellen. Ein wichtiger Faktor zur Beschleunigung sind die 17 Fahrzeuge selbst. Sie verfügen über vier Türen. Der Einstieg in einen „normalen“ Bus ist wegen der Fahrscheinkontrolle bzw. des -verkaufs ausschließlich an der vorderen Tür gestattet. Anders bei den MetroBussen: Die Fahrgäste können alle vier Türen für den Einstieg nutzen. An jeder Tür befindet sich ein Entwerter, somit entfällt die Kontrolle bzw. der Fahrscheinkauf beim Fahrer. Die Aufenthalte an den Haltestellen fallen dadurch deutlich kürzer aus. Ein weiterer Beschleunigungsfaktor sind die barrierefreien Haltestellen, die das Ein- und Aussteigen stark vereinfachen. Aktuell haben wir von den 80 angefahrenen Bussteigen bereits 54 barrierefrei ausgebaut. 

Wir erleichtern für alle den Zugang:

Mit Bus und Bahn von A nach B zu kommen, ist für viele Menschen keine besondere Sache – für einige unserer Fahrgäste, die beispielsweise mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen unterwegs sind, ist es manchmal aber eine größere Herausforderung. „Wir wollen es allen Menschen möglich machen, unsere Busse und Bahnen zu nutzen“, erklärt Tim Bäumken, Abteilungsleiter Verkehrsplanung. Gute Erreichbarkeit, leichte Orientierung, sichere Umgebung, stufenloser Einstieg ins Fahrzeug, ausreichend Platz im Fahrzeug und an der Haltestelle – das sind die Hauptmerkmale eines barrierefreien öffentlichen Nahverkehrs. Alle Straßenbahnen der Rheinbahn sind niederflurig, haben also einen besonders niedrigen Einstieg, ebenso wie die Busse, die zusätzlich über eine Absenkmöglichkeit verfügen. Unser Stadtbahnsystem ist mit Hochflurfahrzeugen ausgestattet. Die unterirdischen Haltestellen sind barrierefrei zugänglich. Alle unterirdischen Stadtbahnhaltestellen verfügen über einen nahezu stufenlosen Ein- und Ausstieg. Die Zahl der oberirdischen barrierefreien Haltestellen wächst stetig. Alleine von 2014 bis 2019 wurden 27 Haltestellen barrierefrei ausgebaut. Für den Haltestellenausbau gibt es ein Punktesystem basierend auf den Linien, der Lage und der Bedeutung der Haltestelle. In Abstimmung mit der Stadt, dem Seniorenbeirat und den Behindertenverbänden entsteht so eine Rangliste, welche Stationen in welcher Reihenfolge umgebaut werden.
 
Für Fahrgäste mit Sehbehinderung ist es eine große Hilfe, dass in allen Fahrzeugen die nächste Haltestelle akustisch angekündigt wird. An vielen Haltestellen ist der Weg zum Fahrzeug oder zum Ausgang für Langstockgeher mit taktilen Leitlinien, Rillenplatten und Schwarz-Weiss-Pflasterung gekennzeichnet. Als zusätzlichen Service bieten wir an einigen Haltestellen eine akustische Fahrgastinformation (sprechende Abfahrtsmonitore) an. Nach der Betätigung eines Tasters wird die Abfahrt der nächsten Bahnen und Busse vorgelesen. Der Knopf ist mit Braille-Schrift markiert. Aufgrund der positiven Erfahrungen werden alle neuen Abfahrtsmonitore – auch in den U-Bahnhöfen – mit dieser Funktion ausgestattet.
 
Weitere Informationen finden Sie unter unserem Bereich „Barrierefreiheit“.  
 
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