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Mobilitätsspiel:
Mit Bus und Bahn den Lehrern auf den Fersen

Im Straßenverkehr ist Aufmerksamkeit gefragt – das gilt vor allem für Kinder. Sie müssen sich täglich im Verkehr einer Großstadt zurechtfinden. Sie brauchen eine pädagogische Anleitung, um sich auf der Straße richtig und sicher zu verhalten und Busse und Bahnen sinnvoll zu nutzen. Tag für Tag sind über 80.000 Schüler mit der Rheinbahn unterwegs. Um eventuelle Gefahrenquellen aufzudecken und Unfälle zu vermeiden, unternimmt das Verkehrsunternehmen eine ganze Menge mit und für Kinder, denn Sicherheit hat oberste Priorität. Stichworte sind hier verschiedene Projekte wie die  Busschule, Fahrzeugbegleiter oder die Verkehrssicherheitstage.
 
Damit das Sicherheitstraining auch Spaß macht und den Mädchen und Jungen leicht fällt, führen die Joseph-Beuys-Gesamtschule sowie die Benzenberg Realschule und die Rheinbahn die Sechstklässler auf spielerische Weise an Mobilität mit dem öffentlichen Nahverkehr heran.
 
Und so funktioniert das Spiel: Innerhalb von drei Stunden versuchen 120 Schüler in Gruppen, ihre Lehrer an den Haltestellen und U-Bahnhöfen aufzuspüren und sich eine symbolische „Jagdtrophäe“  zu schnappen. Die Gruppe, die die meisten Trophäen ergattert, gewinnt.
 
Dabei zählt nicht nur Schnelligkeit. Verkehrssicheres Verhalten, die sinnvolle Wahl  der unterschiedlichen Verkehrsmittel, das korrekte Lesen des Fahrplans, aber auch die Teamfähigkeit stehen auf dem Prüfstand. Den theoretischen Teil haben sich die Elf- bis Zwölfjährigen zuvor in der Schule angeeignet. Dort stand Verkehrserziehung und eine eingehende Vorbereitung auf dem Stundenplan.
 
Damit die Übung in der Praxis gelingt, sorgt die Rheinbahn für die nötigen Materialien: Sie rüstet alle Spieler mit Fahrplänen, Schreibutensilien und TagesTickets aus. In der Schule koordinieren Eltern und Lehrer über eine Telefonzentrale den Spielverlauf. Die flüchtenden Lehrer melden sich dort, um ihre Standorte zu verraten; die Zentrale gibt diese Informationen an die suchenden Kinder weiter.
 
Das Spiel läuft nach dem Muster des Brettspiels „Mister X“ ab; es ist hier dreidimensional, das Spielfeld ist fast das gesamte Stadtgebiet:
 
Start ist der Düsseldorfer Hauptbahnhof, wo die Schüler ihre Unterlagen und Tickets erhalten. Die Lehrer bekommen einen kurzen Vorsprung und flüchten mit Bus und Bahn.
 
Sie melden sich in bestimmten Abständen in der Telefonzentrale, geben ihren Aufenthaltsort durch und warten dort mindestens eine Viertelstunde, bevor sie sich mit dem nächsten Rheinbahn-Fahrzeug wieder aus dem Staub machen dürfen. Die Schüler erkundigen sich per Handy nach diesen Haltestellen und machen anschließend mit Hilfe der Fahrpläne selbstständig das Versteck ihrer Lehrer und die Linien, die sie dorthin bringen, ausfindig. Die Kinder organisieren sich in der Gruppe selbst und verteilen die Aufgaben untereinander.
 
Die Schüler können ihre spielerisch gewonnenen Erfahrungen danach täglich auf dem Schulweg oder in der Freizeit umsetzen – und ihren Preis genießen, denn alle Teilnehmer des Mobilitätsspiels sind Gewinner. Allen 120 Schüler spendiert die Rheinbahn zur Abkühlung von der heißen Jagd für drei Stunden den Eintritt in den „Düsselstrand“.
 
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