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​Die Busschule – Verkehrspädagogik im rollenden Klassenzimmer

In Düsseldorf, im Kreis Mettmann und in Meerbusch steht für viele Schulklassen der 4. und 5. Jahrgangsstufe ein ganz besonderer Unterricht auf dem Stundenplan: das „rollende Klassenzimmer“ der Rheinbahn. Die Schüler besuchen die Busschule in einem der Betriebshöfe, in dem die Rheinbahn das zielgruppengerechte und handlungsorientierte Sicherheitstraining klassenweise durchführt.

Täglich sind rund 80.000 Schüler im gesamten  Bedienungsgebiet mit unseren Fahrzeugen unterwegs und Unfallprävention ist hier ein wichtiges Thema. Ziel der Busschule ist es, die Sicherheit auf dem Schulweg und in der Freizeit zu erhöhen, Unfällen vorzubeugen und die Kinder für mögliche Gefahrenquellen zu sensibilisieren.

Mit Beginn des 5. Schuljahres steht für viele Kinder ein neuer, häufig längerer Schulweg an, für den sie selbstständig den öffentlichen Nahverkehr nutzen sollen. In der Busschule werden sie darauf vorbereitet. Der Bus ist dabei Unterrichtsraum und Demonstrationsobjekt zugleich und vermittelt so den größtmöglichen Realitätsbezug. 

Spielerisch stellen die Schüler unter Anleitung erfahrener Rheinbahn-Mitarbeiter Alltagssituationen nach:

  • Der Weg zur Haltestelle: rechtzeitig losgehen; sehen und gesehen werden; Wahl des sichersten, nicht des kürzesten Weges
  • Die Haltestelle: Wo stehe ich sicher? Welchen Platz brauchen Bahn und Bus beim Anfahren der Haltestelle? Umgang mit Mutproben und Rangeleien
  • Ein- und Aussteigen: Wie geht es für alle am schnellsten und ohne Drängeln? Freihalten der Türbereiche
  • Verhalten in Bahn und Bus: Wie stehe und sitze ich richtig? Wohin mit dem Tornister?
  • Notfall-Einrichtungen: Nothämmer, Türöffner, der Ausstieg durch die Dachluken; richtiges Verhalten bei Unfällen und Notfällen
  • Problematische Themen: z.B. Vandalismus und Schwarzfahren; Kontaktaufnahme mit der Polizei

Der Crash-Dummy „Tim Tonne“ ist Teil des Konzeptes: Er macht den Kindern anschaulich klar, welche Gefahren im Straßenverkehr lauern können und wie man sie vermeidet. Gemeinsam werden einfache Regeln erarbeitet, die die Kinder direkt vor Ort ausprobieren und trainieren können.

 

Dass die Inhalte des Sicherheitstrainings die Unfallrate reduzieren, Vandalismus zurückgehen lassen und  die Sozialkompetenz der Schüler steigern wurde in einer umfassenden Studie der Universität Wuppertal, „Evaluation der verkehrspädagogischen Projekte Busschule und Busbegleiter der Rheinischen Bahngesellschaft AG, Düsseldorf“, belegt. 

Eine weitere Studie im Jahr 2008 der Eugen-Butz-Stiftung, „Auswirkungen der Busschule auf Verkehrssicherheit und Mobilitätsverhalten von Kindern und Jugendlichen – eine Evaluation“, kommt zu dem Ergebnis, dass die Inhalte des Sicherheitstrainings den realen Unfallarten im ÖPNV entsprechen, die Lernziele in der Busschule in hohem Maße erreicht wurden und die Mobilitätskompetenz der Schüler gesteigert wird.   

Die Busschule ist ein Kooperationsprojekt der Stadt, der Schulen, der Polizei sowie der Rheinbahn. Eine Teilfinanzierung (z.B. durch die Stadt) ist Voraussetzung für die Realisierung des verkehrspädagogischen Projekts. Das Projektmanagement übernimmt die Rheinbahn.

 

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