Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln






1896: Auf den Spuren Jan-Wellems

In einer Zeit starken industriellen Wachstums, der Innovationsfreude und des unternehmerischen Mutes wird am 25. März 1896 in Düsseldorf unter Beisein der Düsseldorfer Unternehmer Franz Haniel, Heinrich Lueg, August Bagel und Friedrich Vohwinkel die „Rheinische Bahngesellschaft AG“ in das Handelsregister eingetragen. Dieses Unternehmen sollte in den folgenden Jahren die Stadt Düsseldorf nachhaltig prägen.
 
Die Rheinbahn unterscheidet sich von den meisten Nahverkehrsunternehmen in Deutschland dadurch, dass sie seit ihrer Gründung nicht ausschließlich als Verkehrsunternehmen agierte. Die Gründer des Unternehmens verfolgten vielmehr die Besiedlung der linksrheinischen Gebiete Düsseldorfs durch den Aufkauf, die Erschließung und den Verkauf von Land. Dazu wurde eine moderne Infrastruktur mit dem Bau der Oberkasseler Brücke, dem Betrieb der Schnellbahn nach Krefeld und der Elektrizitätsversorgung geschaffen.
 
Der schnelle Aufstieg der Rheinbahn steht in Zusammenhang mit der Entwicklung des Wirtschaftsraumes Düsseldorf. Vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis 1870 vervierfachte sich die Einwohnerzahl der Stadt, durch die Eingemeindung von Nachbarorten wuchs sie noch stärker. Die linksrheinischen, vorwiegend landwirtschaftlich genutzten Gebiete boten die Möglichkeit, das städtische Wachstum weiter auszubauen. So waren für das Unternehmen gute Voraussetzungen zu einer erfolgreichen Entwicklung gegeben.
Am 5. Februar 1896 brachten die Industriellen Heinrich Vohwinkel, August Bagel, Franz Haniel und Heinrich Lueg zusammen mit dem Beigeordneten Wilhelm Marx, dem späteren Oberbürgermeister, den Vorschlag in den Rat der Stadt Düsseldorf ein, das rechtsrheinische Stadtzentrum und das linke Rheinufer mit den Gemeinden Heerdt, Ober- und Niederkassel durch eine feste Brücke an Stelle der bisherigen Schiffsbrücke zu verbinden. Die benachbarten linksrheinischen Städte und Gemeinden sollten durch den Bahnbau in engere wirtschaftliche Verflechtung zu Düsseldorf kommen. Die Düsseldorfer Stadtverordnetenversammlung unterstützte das Brücken- und Bahnprojekt und nahm es im März 1896 an. Bereits am 26. Februar 1896 hatte das Preußische Handelsministerium den Bau und Betrieb der Kleinbahn von Düsseldorf nach Krefeld und den Bau der Brücke genehmigt. Die Stadt Düsseldorf selbst beteiligte sich aber finanziell nicht an diesem technisch anspruchsvollen Projekt.
 
Der erste Direktor der Rheinbahn wurde der frühere Oberbürgermeister von Solingen, Friedrich Haumann.
 
 Ok 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Sie Ihre Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren können.