Globalisierung:
Die Rheinbahn plant einen Verbund
Im Jahr 1970 kündigte sich für die Rheinbahnkunden und die Bürger an Rhein und Ruhr eine kleine Revolution an:
Städteverbindende Schnellbahnen, nach einem einheitlichen technischen Konzept entwickelt, sollten an Rhein und Ruhr ein neues, attraktives Schienenverkehrsnetz knüpfen. Damit war gleichzeitig die Idee geboren, in einem größeren Verbund mit anderen Verkehrsträgern zusammenzuwirken. Die Möglichkeit, mit einem einheitlichen Tarifangebot alle öffentlichen Verkehrsmittel an Rhein und Ruhr benutzen zu können, schien ein zwingend erforderlicher Schritt.
In einem solchen miteinander verflochtenen System sahen die Initiatoren nicht zuletzt Chancen, die Autopendlerströme in die überlasteten Städte abzubauen. Das aber erforderte noch einen Abstimmungs- und Integrationsprozess quer durch die Verkehrsunternehmen und die politischen Instanzen der beteiligten Kommunen, der naturgemäß nicht ohne Probleme ablief.
Die Rheinbahn, das größte Verkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen, war von Beginn an in vorderster Linie federführend dabei. Ein volles Jahrzehnt aber ging noch ins Land, bis der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, der größte in der Bundesrepublik, endlich aus der Taufe gehoben werden konnte. Der Umzug ins neue Rheinbahnhaus war gewissermaßen ein Markstein in der langjährigen Geschichte der Rheinbahn. Er war zeitlich verknüpft mit dem Aufbruch in eine neue Nahverkehrszukunft.