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Es geht bergauf:
Währungsreform in Deutschland

Mit dem im Jahr 1948 erfolgten Währungsschnitt mussten die Mitarbeiter erst einmal allein fertig werden. Mit einem Bruchteil des vorherigen Vermögens und einem Kopfgeld von 20,45 EUR (40 DM) begannen alle Mitarbeiter von vorne.

Noch einmal zieht das Sozialwerk der Rheinbahn unter dem Währungsschnitt Bilanz: 842 Anträge aus der Belegschaft konnten seither bewilligt werden. Anträge, die aus besonderen Notlagen heraus gestellt wurden. 84.569,- Reichsmark hatte die Rheinbahn bis zur Währungsreform für die Mitarbeiter ausgegeben. Hinzu kamen nochmals Ehestandsbeihilfen in Höhe von 11.700 RM und Geburtsbeihilfen in Höhe von 6.500 Mark. Bis zur Währungsreform wurden an die Belegschaftsmitglieder insgesamt 899 Kleidungsstücke ausgegeben, dazu kamen Wäsche, Berufskleidung, Wolldecken, Handtücher, Socken, Fahrräder, Fahrraddecken, Fahrradschläuche, Fahrradbeleuchtungen, Herde, Öfen, Möbel, Rasierklingen, Schuhcreme, Zahnpasta und Zahnbürsten, Schuhbänder und Thermosflaschen.

Mit der Einführung einer stabilen Währung beginnt Düsseldorf zu seinem Lebensstil zurückzufinden. Schon berichten Wochenschauen von Düsseldorf als der Stadt der Mode und Kunst, sieht man gutgekleidete Modelle über die Königsallee schweben, fährt die Straßenbahn durch die Stadt, blühen die Bäume an der Königsallee. Optimismus liegt in der Luft. Im gleichen Jahr rollt der Speisewagen für die Fernlinie K wieder aus der Werkstatt des Aufbauwerks Heerdt.

Jener Optimismus, der die Mitarbeiter von der Verzweiflung bei der Fülle der Aufgaben und Probleme abhielt, dieser Optimismus ermöglichte es, dieses "Luxusfahrzeug" wieder in Betrieb zu nehmen. Das Ereignis war immerhin so bedeutsam, dass der Nordwestdeutsche Rundfunk seinen bekannten Reporter, Werner Labriga, nach Düsseldorf schickte, um über dieses Ereignis zu berichten. Besonderen Wert legte die Rheinbahn auf die Feststellung, dass dieses Fahrzeug nicht "nur für bessere Herrschaften" sei. So hatte denn auch symbolhaft der Betriebsrat mit den Mitarbeitern die erste Fahrt des neu hergerichteten Fahrzeugs unternommen.

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