Die Zukunft liegt auch in der Luft:
Die Beteiligung am Düsseldorfer Flughafen
Das Ende des Ersten Weltkrieges bedeutete auch für die Luftfahrt aufgrund Alliierter Beschlüsse zunächst einmal das Aus. Doch bereits 1919 begann man vorsichtig wieder Pläne über einen Flugverkehr zu schmieden. Besonders Gelsenkirchen sollte als Verkehrslandeplatz ausgebaut werden. Das war für Düsseldorf und die Rheinbahn natürlich das Signal, sich ebenfalls um Einbeziehung in ein noch zu schaffendes Routennetz zu bemühen.
Das Ende der Rheinland-Besetzung im August 1925 wurde von den Düsseldorfern allgemein mit Erleichterung und Genugtuung verfolgt. Auch der junge Düsseldorfer Flughafen feierte dieses Ereignis mit einem "Befreiungsflugtag" der am 14. und 15. September stattfand. Planung und Organisation dieses Ereignisses lagen bei der Rheinbahn. Am 1. April 1927 wurde der Flugplatz pachtweise auf die Rheinbahn AG übertragen. Der jährlich zu zahlende Pachtbetrag betrug 13.800 Reichsmark.
Die jetzt zu gründende Flughafenbetriebsgesellschaft sollte zunächst unter Mitwirkung der Stadt Duisburg und des Reichsverkehrsministeriums entstehen. Auseinander driftende Vorstellungen führten aber dazu, dass Stadt Düsseldorf und Rheinbahn AG am 7. September 1927 die Flughafenbetriebsgesellschaft im Verhältnis 3:1 gründeten.
Bereits ein Jahr zuvor, im Jahre 1926 war ein weiterer wichtiger Schritt zum Aufbau des deutschen Luftverkehrs mit Hilfe der Rheinbahn und ihres Generaldirektors Max Schwab getan worden. Die miteinander konkurrierenden Unternehmen Aero-Hansa AG und Junkers Luftverkehr AG wurden auf Druck des Reiches verschmolzen. Vorsitzender der Fusionskommission war Max Schwab, dem es gelang, nach ausgesprochen schwierigen Verhandlungen am 6. Januar 1926 die Deutsche Lufthansa AG zu gründen, die dann bereits am 6. April 1926 ihren Betrieb aufnahm.
Der Düsseldorfer Flughafen entwickelte sich überdurchschnittlich gut. Dies war in ersten Linie durch die anhaltende Werbung, durch die Herausgabe übersichtlicher Flugpläne und Flugtarife sowie durch den günstigen Zubringerverkehr mit Bus und Düsseldorf-Duisburger Kleinbahn. Diese vorteilhafte Situation wurde dadurch erreicht, dass sowohl Zubringerverkehr wie auch Flughafenbetriebsgesellschaft in der Hand der Rheinbahn vereinigt waren.
Die Beteiligung der Rheinbahn AG am Düsseldorfer Luftverkehr endete im Jahre 1937, als durch „Entflechtung“ der Rheinbahn alle nicht zur Durchführung des öffentlichen Personennahverkehrs benötigten Geschäftsbereiche abgestoßen wurden. Die Flughafenbetriebsgesellschaft wurde nun städtisch.