Das Ende der Düsseldorfer Straßenbahn
Die Düsseldorfer Straßenbahn wurde bereits 20 Jahre vor der Rheinbahn als Pferdebahn gegründet. 1895 begann die Elektrifizierung der ersten Strecke auf der Grafenberger Allee bis zur Fabrik von Haniel & Lueg. Im Sommer 1900 erhielt das letzte Pferdebahnpferd das Gnadenbrot. In den folgenden Jahren verschlechterte sich die Finanzlage der Straßenbahn immer mehr. Die Stadt Düsseldorf hielt deshalb nach einem solventen Partner Ausschau. Er war mit der in Mehrheitsbesitz befindlichen Rheinbahn schnell gefunden. Am 21. Dezember 1921 wurde ein Vertrag über den Zusammenschluss der Rheinbahn mit den Städtischen Straßenbahnen geschlossen.
Vielen Kleinaktionären gefiel die Fusion der erfolgreichen Rheinbahn mit der städtischen Straßenbahn nicht. Sie fürchteten um ihre Dividenden. In einem Brief hieß es "... ist die Fusion mit der Städtischen Straßenbahn abzulehnen. Wir Kleinaktionäre sind schließlich auf unsere Dividenden angewiesen. Sicherlich wird nun das Geld zur Sanierung der Straßenbahn aufgewendet und wir gehen leer aus!" Diese Sorge sollte zunächst nicht eintreten, denn die Rheinbahn übernahm quasi als Profit-Center der Stadt Düsseldorf unterschiedliche Aufgaben außerhalb des Öffentlichen Personennahverkehrs und warf weiterhin akzeptable Gewinne ab.
Die Zeit der Weimarer Republik gehört in der Geschichte der Rheinbahn zu einem ihrer fruchtbarsten Zeitabschnitte.