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Der Umbau der Haltestelle „Luegplatz“ berücksichtigt die Kirmes:

Zwei Hochbahnsteige der neuen Generation

30.07.2018

Am Luegplatz entstehen bis zum Sommer 2019 zwei moderne, 60 Meter lange Hochbahnsteige mit Zugangsrampen an beiden Seiten. Für die Bahnsteige müssen 70 Fertigteile (24 Bahnsteigplatten, 12 Rampenplatten und 34 Stützen) montiert und rundum 360 Meter neue Gleise verlegt werden. Die Besonderheit am Luegplatz: Der große Andrang von Fahrgästen bei Großveranstaltungen ist mit zu berücksichtigen. An normalen Werktagen steigen hier rund 5.800 Fahrgäste ein und aus – zur Rheinkirmes oder zum Japan-Feuerwerk steigt diese Zahl um ein Vielfaches.
 
Für den barrierefreien Ausbau der Haltestelle „Luegplatz“ fallen rund 5,3 Millionen Euro Gesamtkosten an. Die Maßnahme wird durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) mit 3,9 Millionen Euro aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Landeshauptstadt Düsseldorf beteiligt sich mit 726.000 Euro an den Kosten für den Straßenbau und stadtgestalterische Maßnahmen. Den restlichen Anteil trägt die Rheinbahn.
 
Zwei neue Bahnsteige, viel Arbeit
Bereits im März starteten an zwei Sperrwochenenden die vorbereitenden Arbeiten für den geplanten Gleisbau im August. Hierbei verlegte die Netzgesellschaft Düsseldorf eine große Trinkwasser-Transportleitung und schloss neu verlegte Leitungen an. Zeitgleich baute die Rheinbahn in Höhe der Haltestelle „Tonhalle/Ehrenhof“ zwei Schmieranlagen im Gleisbereich ein, um die Fahrgeräusche der Bahnen zu reduzieren. Auch erste Arbeiten für die Fahrleitung begannen bereits Anfang März. Dafür mussten auf bestimmten Abschnitten bereits Ersatzbusse statt Bahnen pendeln.
 
Danach wurden zwei provisorische Haltestellen errichtet, an welchen die Bahnen der Linien U70, U74, U75, U76 und U77 zurzeit halten. Um eine reibungslose An- und Abreise zur diesjährigen Rheinkirmes zu garantierten, ruhten die Bauarbeiten während der Kirmeswoche komplett.
 
Nach dem Abbruch und Rückbau der alten Bahnsteige beginnen wichtige Entwässerungs- und Ablaufarbeiten, da die Haltestelle durch die Nähe zur Oberkassler Brücke an einem Gefälle liegt. Fünf Sperrwochenenden sind nötig, an denen der erforderlichen Gleisbau ausgeführt und die 70 Betonfertigteile für die beiden neuen Seitenbahnsteige mit einem Kran montiert werden:
Natürlich informiert die Rheinbahn zeitnah über die jeweiligen Sperrungen und gibt Details zu den einzelnen Bauphasen bekannt.
 
Der Kirmes-Fall
Pünktlich zur Düsseldorfer Rheinkirmes im Jahr 2019 wird die Montage der Hochbahnsteige abgeschlossen sein. Damit die vielen Besucher der Kirmes an der Haltestelle „Luegplatz“ schneller und sicherer ein- und aussteigen können, werden sogenannte „mobile Treppen“ eingesetzt. Durch die Treppen werden die Rampen der Hochbahnsteige entlastet und die Fahrgäste können sich ideal auf der gesamten Bahnsteigfläche verteilen und schneller in die Bahnen einsteigen. Sicherheitsposten an jeder Treppe regeln den Zugang zur Haltestelle und sperren diesen kurzzeitig, falls auf dem Bahnsteig zu viele Fahrgäste stehen. Sicherheit gewährleistet zudem weiterhin der Übersichtsposten, von dem aus der Einsatzleiter in erhöhter Position die Geschehnisse rund um die Haltestelle überwacht. 
 
Nach einem kurzen Baustopp während der Kirmes beginnen Ende Juli 2019 schließlich der Rückbau der provisorischen Haltestellen sowie die Arbeiten für Wartehallen, Beleuchtung und dynamische Anzeigetafeln. Im Sommer 2019 können sich die Fahrgäste der Rheinbahn dann über zwei neue, barrierefreie Hochbahnsteige freuen.
 
Die Vorteile des Umbaus
Obwohl unsere Fahrgäste durch die Bauarbeiten Beeinträchtigungen in Kauf nehmen müssen, hat der Umbau der Haltestelle am Luegplatz langfristig enorme Vorteile. Einerseits gewährleisten die Hochbahnsteige einen barrierefreien Einstieg in die Fahrzeuge: Rampen zu beiden Seiten garantieren einen durchgängigen Haltestellenzugang, erhöhte Bahnsteige einen niveaugleichen Einstieg in die Fahrzeuge. Somit können mobilitätseingeschränkte Fahrgäste, Reisende mit Gepäck oder Kunden mit Kinderwagen die Fahrzeuge stufenlos und unkompliziert erreichen. Sehbehinderte und blinde Menschen werden durch sogenannte Bodenindikatoren, also spezielles Leitpflaster, unterstützt.
 
Andererseits garantiert der Umbau in Zukunft ein direktes Überqueren von der Haltestelle zum gegenüberliegenden Bürgersteig, der hinunter zu den Rheinwiesen führt. Neue Signalanlagen sichern den Übergang zusätzlich ab. Das ist besonders wichtig bei Großveranstaltungen wie der Rheinkirmes. Dann informiert künftig eine moderne Lautsprecheranlage die Fahrgäste: Ansagen werden demnächst durch tiefhängende Lautsprecher gemacht, die sich dem Geräuschpegel umfeldabhängig anpassen lassen. Von dieser individuell steuerbaren Regulierung der Informationsdurchsagen profitieren auch die Anwohner, denn Lärmstörungen an der Haltestelle können gezielt vermieden werden. Für noch mehr Sicherheit sorgt zudem eine neue Videoanlage an den Hochbahnsteigen.
 
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