Gestaltungswettbewerb der Rheinbahn:
Sieger des artbahn-Förderpreises stehen fest
Die Straßenbahn wird wieder zum fahrenden Kunstobjekt. Die Rheinbahn hat zu Jahresbeginn zum fünften Mal den artbahn-Förderpreis ausgeschrieben; dieses Mal mit dem Thema Stadt Düsseldorf. Aus rund 75 Bewerbungen mit 101 Motiven wählte eine Jury aus fachkundigen Düsseldorfern und Vertretern zweier Sponsoren – Siemens AG und Vossloh Kiepe GmbH – die drei besten aus. Der Entwurf des Gewinners wird in Kürze auf die letzte gelieferte Niederflurbahn des Typs NF8U übertragen, die dann als „artbahn“ im Linienverkehr durch die Landeshauptstadt fahren wird.
Der mit 5.000 Euro dotierte erste Preis geht an Felix Baltzer. Der Düsseldorfer Künstler verpasst der Bahn mit Fotos von verformten Edelstahlblechen ein plastisches und skulpturales Äußeres, auf dem verzerrte Spiegelungen der Stadt zu sehen sind mit Wiederholungen von Motivausschnitten im Inneren der Bahn.
Für die Plätze zwei und drei winkten Preisgelder von 2.500 bzw. 1.000 Euro. Sie gehen an Frank Haase mit einer Bahn, die wesentliche Stilmerkmale der Gehry-Bauten aufgreift und an die Künstler Becker Schmitz und Pascal Bruns, die die Bahn im Rahmen ihres crossmedialen Kunstprojektes „Hold the Line“ – Bespannungen mittels farbiger Klebefolie – realisieren wollten. Erstmals waren die Künstler aufgefordert, Flächen im Innenraum der Bahn ebenfalls in die gestalterischen Ideen aufzunehmen.
Unter den Gesichtspunkten Idee, künstlerische Ausführung und Umsetzbarkeit bewertete die Gestaltungsvorschläge eine Fach-Jury bestehend aus:
- Herbert K. Meyer, Leiter Siemens AG, Region West,
- Oliver Völlinger, Vossloh Kiepe GmbH,
- Gérald A. Goodrow, Director Galerie Beck & Eggeling –
new quarters,
- Karin Rauers, Kulturamt der Stadt Düsseldorf,
- Andreas Gursky, Fotograf und Professor der Kunstakademie Düsseldorf,
- Klaus Richter, bildender Künstler,
- Klaus Klar, Vorstand der Rheinbahn AG.
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